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Osterferien!


Hallo liebe Leser,

Ich hoffe ihr habt / Sie haben Ostern gut überstanden! Wir haben hier am Samstag angefangen Eier zu kochen und sie bunt einzufärben. Alle Kinder haben geholfen und konnten dann am Sonntagmorgen auf Ostereiersuche gehen. Bis auf ein Ei, welches wir dann erst am folgenden Tag entdeckt haben, war die Suche sehr erfolgreich. Und die Eier waren dann auch schneller weg, als ich gucken konnte. Ansonsten gab es natürlich noch reichlich Schokolade und zum Mittagessen ein traditionelles portugiesisches Gericht (meine Gastmutter ist Portugiesin). Die Kinder hatten viel Spaß obwohl sie mir leider am Abend die Geschichte vom Osterhasen schon nicht mehr glaubten.

Vor Ostern habe ich mit meinem Vater eine 10-tägige Reise nach Kapstadt gemacht. Wir sind die 1400km mit dem Auto hingefahren und haben verschiedene Stopps gemacht. Am besten hat mir die Safari in der Karoo gefallen, obwohl wir keines der „Big Five“ gesehen haben. Kapstadt war dann auch wunderschön und ich habe die Winelands, den Tafelberg, den Cape Point und die Waterfront gesehen. Und von unserem Gasthaus aus konnten wir sogar zum Meer laufen.

Als ich dann am 26. März wieder nach Centurion kam, konnte mir meine Gastmutter auch schon unseren Neuzugang präsentieren. Blessing ist jetzt ca. 3 Wochen alt und wurde auf der Müllhalde gefunden. Leider hat sie gerade eine leichte Erkältung, denn es wird so langsam Winter in Südafrika und viele von den Kindern haben laufende Nasen.

Letzten Sonntag hat mein Gastonkel mich dann zum Lion Park mitgenommen. Dort gab es verschiedene Raubtiere zu sehen und ich habe sogar ein Löwenbaby gestreichelt. Dann sind wir mit dem Auto durch die Parkanlage gefahren und haben uns die großen Löwen, Zebras und natürlich Springböcke angesehen.

Am Dienstag geht nun für die älteren Kinder endlich die Schule wieder los und es wird ein bisschen ruhiger!

 

Liebe Grüße,

Constanze

 

 

 

8.4.13 13:47


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Hallo liebe Leser,

Unter der Woche ist hier morgens ein großes Chaos.

Die älteren Kinder wollen erst nicht aufstehen und haben dann etwas am Frühstück auszusetzen. Dann müssen Schulschuhe und Socken gefunden werden und meistens fällt mindestens einem Kind noch kurzfristig ein, dass es unbedingt noch Materialien oder Geld für ein Schulprojekt braucht (und zwar am besten jetzt sofort, denn sonst kommen sie zu spät zur Schule).

Kurz bevor die Kinder dann zur Schule aufbrechen, werden meine sieben jüngeren Mitbewohner aus dem Bett geholt. Die Babys werden immer dicker (und natürlich auch größer) und die Kleinkinder immer frecher. Neulich musste ich die Kleinen beim Spielen beaufsichtigen und hatte keinen Moment Ruhe. Als ich kurz mal auf die Toilette musste, saß Donald als ich wiederkam auf einem Baby drauf. Kurz darauf biss eben dieses Baby dann Joshua, der noch nicht krabbeln kann wie sie, in den Fuß. Da sie grade Zähne bekommt kaut sie auf allem herum, was sie finden kann. Zudem sieht das Wohnzimmer nach wenigen Minuten aus wie ein Saustall, denn anstatt mit den Spielzeugen zu spielen, räumen sie lieber alles aus den Schänken.

Niedlich war allerdings, sie heute beim Plantschen unterm Rasensprenger zu beobachten. Nachdem meine Gastmutter unbedingt die Pflanzen wässern musste, habe ich mich entschlossen, die Kleinkinder einfach auszuziehen und mit zu bewässern   Zudem hatten wir heute eine Unterhosenpremiere bei Lisa. Wir versuchen sie jetzt toilettentauglich zu machen. Dafür saß ich heute über eine Stunde mit ihr auf der Toilette, damit es dann doch auf dem Boden gelandet ist...

Dieses Wochenende habe ich mir mal eine Auszeit vom Chaos gegönnt und bin zu Freddys Geburtstagsfeier nach Mabopane gefahren. Es war seltsam so nah an meiner alten Gastfamilie und meiner alten Arbeit vorbeizukommen. Ich habe mich mit zehn weiteren deutschen Freiwilligen in der Pretoria Station getroffen und wir sind dann durch ganz Pretoria Down Town gelaufen um ein Minibustaxi ins Township zu bekommen. Dort haben wir dann bei einem typisch südafrikanischen Grillfest einen afrikanischen Tanz gelernt.

Bilder folgen, sobald ich Zeit habe, die Fotos auf den Computer zu ziehen. Im Moment nutze ich nämlich jede freie Minute um meinen Schlafmangel wett zu machen. Bei meiner Nachtschicht gestern haben alle Kinder verrückt gespielt. Siena hat beschlossen, alle 10 Milliliter aufstoßen zu wollen und mich dann fast jede Stunde für ein paar mehr Milliliter Milch aufgeweckt. Die Beiden anderen Babys haben ausnahmsweise mal nicht zur gleichen Zeit Durst gehabt und das Baby, was eigentlich schon durchschläft, wurde auch noch wach. Die beiden Mädchen musste ich regelmäßig am Bein ziehen, weil sie ihren Kopf gegen das Bett gehauen haben und der Junge hat im Schlaf geweint. Also eine sehr erlebnisreiche Nacht und heute morgen um 6:30 wollten die älteren Kinder dann ja auch schon wieder Frühstück haben...

Apropos Frühstück: Heute habe ich zum Abendessen Reibekuchen mit Apfelmus gemacht und die Kartoffeln ernsthaft gerieben (für 12 Personen), denn sowas wie eine Küchenmaschine besitzen wir nicht. Dazu kam, dass ich noch nicht mal Apfelmus in unserer Speisekammer gefunden habe und das somit ebenfalls selbst kochen musste. Es wird also nie langweilig!

Liebe Grüße,

Constanze

 

28.2.13 21:34


Die Drakensberge und Adoptiveltern für Lilian

 

Hallo liebe Leser,

 

Vorletzte Woche war ich 5 Tage bei meinem Midstay-Camp in den Drakensbergen. Obwohl es auf Grund meiner späten Ausreise noch nicht ganz die Mitte meines Aufenthaltes war, habe ich mich gefreut alle deutschen Freiwilligen wiederzusehen und Erfahrungen auszutauschen.

Unser Backpacker lag mitten im Nirgendwo, 70 km vom nächsten Supermarkt entfernt und von mehreren Seen umgeben. Am Dienstag sind wir zu den Tugela Falls gewandert, einem riesigen Wasserfall, von dem wir wegen des vielen Nebels leider nicht so viel zu sehen bekamen. Trotzdem hat die Tour Spaß gemacht, denn sie beinhaltete auch ein paar abenteuerliche Klettereinheiten und sogar Viehtreiber aus Lesotho haben wir zu sehen bekommen. Abends haben wir dann gemütlich zusammen gesessen und alle Musiker der Gruppe haben für eine gemütliche Stimmung gesorgt.

Wieder in Dove’s Nest wird es gerade etwas traurig, weil meine kleine Lilian adoptiert wird und die Adoptiveltern oft zu Besuch kommen. In drei Wochen dürfen sie sie dann mitnehmen und an den Gedanken muss ich mich erst noch gewöhnen.

Ansonsten herrscht hier eigentlich der normale Wahnsinn. Die Kinder sind im Moment alle krank und ich bin eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt, Babynasen zu wischen.

Liebe Grüße,

Constanze

9.2.13 13:03


Hallo liebe Leser,

In Dove’s Nest wird es nie langweilig! Am Mittwoch haben wir nicht schlecht gestaunt, als Lisa (2 Jahre alt) bis 8 gezählt hat. Am Donnerstag haben wir die Babys zum Impfen gebracht und sämtliche Blicke auf uns gezogen, als wir mit einer ganzen Armee dort ankamen. Sienna muss jedoch in zwei Wochen noch einmal wiederkommen, weil sie noch zu dünn für die Impfungen ist.

Weiterhin herrscht hier ein reger Hundewechsel: Milow wurde gegen seine Schwester ausgetauscht, weil er die Schildkröte gebissen hat und zwei weiter mussten eingeschläfert werden. Aber selbst wenn nichts Besonderes passiert, lässt sich der wilde Haufen hier immer etwas Neues einfallen um uns auf Trab zu halten.

Zudem bekommen wir oft eine Menge Essensspenden. Die Speisekammer platzt aus allen Nähten, aber dafür müssen wir diese Woche nicht wie letztes Mal versuchen, 50 Pakete Pilze irgendwie zu verwerten. Das ist immer eine Kunst, vor allem wenn die Kühltruhe genauso voll ist wie der Kühlschrank.

Letzte Woche habe ich mal wieder das Leben im Township entdeckt. Ich war mal wieder in Orange Farm und fühle mich jetzt gut im „In-einer-Wanne-Duschen“ geschult J Am Sonntagmorgen kamen dann Siyabongas Freunde ziemlich müde von der Polizei, wo sie die Nacht verbringen mussten. In Südafrika darf man keinen Alkohol sichtbar durch die Straßen tragen und betrinken sollte man sich in den Bars auch nicht, denn auch betrunken auf der Straße herumlaufen ist gesetzlich untersagt. So mussten sie also ihren Rausch auf der Polizeistation ausschlafen…

Ansonsten ist hier alles beim Alten. Gestern war ich mit einer indischen Familie essen, die schon eine Weihnachtsparty mit den Kindern gemacht hat. Morgen kommen die zwei Mädchen um den Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen.

Liebe Grüße aus dem derzeit sehr verregneten Südafrika,

Constanze

19.1.13 18:28


Hallo liebe Leser,

Die Festtage sind vorbei und wir sind alle supermüde. Weihnachten war schön; wir haben gegrillt und danach wurde der Haufen an Geschenken verteilt. Nachdem dann alle Kinder wie wild ihre Päckchen aufgerissen haben, herrschte ein großes Chaos: Papier, Spielzeuge und Scherben waren überall. Für meine Gastmutter und mich haben die älteren Kinder ihre Geschenke von den vorweihnachtlichen Partys eingepackt. Ich sollte ihnen dabei helfen und musste natürlich einen ahnungslosen Eindruck machen. Jetzt bin ich um einen Lipgloss, eine Bodylotion und ein Männershampoo reicher

Am 31 Dezember haben wir dann den 9. Geburtstag von den Zwillingen gefeiert. Eine Freundin meiner Gastmutter hat zwei leckere Kuchen gebacken und zum Abendessen hat jemand Pizza vorbeigebracht. Leider können die Kinder noch nicht Silvester feiern, aber sie durften vorm Schlafen noch ein Konzert mit Gospelmusik ansehen. Der ehemalige Gastschüler Gauvain aus Belgien, der regelmäßig Weihnachten hier in Südafrika verbringt, meine Gastmutter und ich haben dann noch gemütlich einen Film angesehen und ich bin dann auch schon um 0:30 Uhr ins Bett gegangen. Da die meisten Südafrikaner, die es sich leisten können, über Weihnachten und Silvester verreisen, hat man es hier auch nur vereinzelt knallen hören.

Am 1 Januar ging es dann aber ja auch schon wieder um 6 Uhr raus, da ich jeden Morgen Frühstück für die älteren Kinder mache (nichts mit Sonntags ausschlafen :D). Leider kann man das Frühstück auch nicht auf später verschieben, denn drei Mädchen müssen morgens und abends um 7:00 Uhr ihre HIV-Medikamente nehmen.

Kurz vor Weihnachten haben wir ein neues Baby bekommen, das ebenfalls HIV-positiv ist. Cienna ist  4 Wochen zu früh geboren worden und kam dann nach 2 Wochen im Krankenhaus mit 1,9 kg zu uns. Sie ist immer noch winzig, aber es ist schön zu sehen, dass sie schon ein paar Hundert Gramm zugenommen hat. Sie bekommt jetzt schon Medikamente, die so furchtbar bitter schmecken, dass manche Babys sich danach übergeben. Meine Gastmutter leidet immer mit, wenn sie das Gesicht verzieht und anfängt zu wimmern.

Ansonsten herrscht hier der gewöhnliche Wahnsinn. Die älteren Kinder sind schwer vom Fernseher weg zu bekommen und ununterbrochen gibt es Streit. Die 1-3 jährigen versuchen ihren Kopf durchzusetzen, quängeln und sind immer damit beschäftigt, die Schubladen auszuräumen oder ähnliche Dummheiten anzustellen. Die Babys schreien, weil sie Hunger haben, umgedreht werden wollen, ihnen zu heiß ist oder die Windel voll ist. Zusammen ergibt das alles einen hohen Lautstärkepegel, an den ich mich so langsam gewöhnt habe.

Heute kam die Müllabfuhr und wollte mit meiner Gastmutter reden, da wir wahrscheinlich für ihren Geschmack zu viel Müll produzieren. Meine Gastmutter war aber beschäftigt und hat mich daher rausgeschickt und gesagt, ich solle ihnen einfach 3 Flaschen Softdrink in die Hand drücken. Die waren schneller weg als sie gekommen sind.

Am 7. Januar fängt endlich die Schule wieder an. Die Kinder sind nämlich schon ganz gelangweilt von den Ferien, obwohl sie einen ganzen Spielplatz im Garten haben. Sogar einen Pool gibt es hier! Aber bis es soweit ist muss ich mir wohl noch etwas überlegen, womit ich sie beschäftige.

Liebe Grüße,

Constanze

2.1.13 08:56


Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Sponsoren und Lesern schöne Weihnachtstage! In Südafrika haben wir heute erst richtig Weihnachten gefeiert und es gab viel zu viele Geschenke

Es ist außerdem mal etwas Anderes an Weihnachten ein Sommerkleid zu tragen und im Garten zu Grillen. Nach der großen Bescherung sind jetzt aber alle müde und es wird vielleicht zur Abwechslung mal ein ruhiger Abend.

Merry Christmas!

Constanze

 

25.12.12 19:17


Dove's Nest


Hallo liebe Leser,

Letztes Wochenende bin ich zu Nicks Geburtstagsfeier nach Orange Farm gefahren (das ist keine Farm sondern ein Township von Joburg). Nicks Gastbruder Siyabunga hat mich vom Bahnhof abgeholt und ich hatte unglaublich viel Spaß, obwohl ich in Joburg Downtown nicht mal meine Tasche selber tragen durfte J

Der Geburtstag war toll, weil ich auch ganz viele andere Freiwillige von meinem Vorbereitungsseminar wiedergetroffen habe und das erste Mal abends in einer schwarzen Bar feiern war. Da konnten sich einige Sprüche wie „ So many white chicks in here. This must be a movie!“ nicht verkneifen. Geschlafen haben wir dann mehr oder weniger gestapelt in der Blechhütte von Nicks jüngerem Gastbruder (auch mal eine Erfahrung wenn man morgens die Ratten über das Dach laufen hört).

Ich muss sagen, im Gegensatz zu Nick habe ich es mit meinem Lebensstandard hier echt gut getroffen. Ich muss nicht jedes Mal wenn ich mich waschen will das Wasser im Wasserkocher erwärmen und Strom und Wasser haben wir hier auch 24 Stunden am Tag. Trotzdem ist das kleine, spärlich eingerichtete Haus von Siyabunga gemütlich und auf den Straßen ist immer was los.

 

Ansonsten bin ich ab und zu im Fitnessstudio, wenn wir nicht gerade im Babystress sind  Wir haben schon alle Halluzinationen von schreienden Babys und vor allem unser Neuankömmling macht ganz schön viel Stress. Er ist nicht satt zu bekommen und als ich ihn vorgestern Abend auf den Arm genommen habe, damit er aufstoßen konnte, hat er mir die ganze Milch gleich erst mal wieder auf den Pulli gespuckt. Ich verbreite also seit ich hier bin immer öfter den Duft von vollen Windeln und saurer Milch…

Am Wochenende steht dann wahrscheinlich erst mal Shoppen in der Centurion Mall mit zwei deutschen Freundinnen an.

Liebe Grüße aus dem Regen,

Constanze


16.12.12 19:29


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