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Hallo liebe Leser,

Am Donnerstag habe ich mit meiner Gastschwester Lesego (ich nenne sie jetzt nicht mehr Bernadette ) für die Vorschule Lebensmittel gekauft. Dabei kamen sieben Einkaufskörbe und ein Einkaufspreis von 15000 Rand (ca. 1500 Euro) heraus. Zum Glück mussten wir die riesigen Pakete nicht alleine schleppen, sondern hatten einen Packhelfer. Heute stand eigentlich der Obst und Gemüseeinkauf noch bevor, doch irgendwie hatten dann doch alle etwas Besseres zu tun…

Generell sind aber die Lebensmittel und auch die Kleidung in Südafrika billiger als in Deutschland. Von einigen Importierten Waren und Milchprodukten einmal abgesehen, kann man hier ganz gut einkaufen (schmeckt jedoch teilweise etwas anders). Und auch McDonalds hat sich den niedrigeren Preisen hier angepasst Ich muss fast jeden Tag mit Lesego durch den Drive Thru fahren, denn sie hat eine richtige McDonalds-Sucht. Ist aber verständlich, denn jeden Tag Porridge zu essen ist nicht wirklich abwechslungsreich (und das was es dazu gibt schmeckt auch noch immer gleich!). Zudem ist wahrscheinlich der Kaloriengehalt derselbe. Das schlimmste, was ich je gegessen habe, gab es vorgestern, als ich auch noch großen Hunger hatte. Meine Gastfamilie hatte in das salzige Pap ganz viel Zitronensaft gekippt und dazu gekochte Hühnchennacken serviert. Awww…

Meine Gastfamilie ist zwar wie gesagt Fast-Food begeistert, trotzdem aber sehr konservativ. Obwohl sie sich für wenig kulturell halten, begrüßt der Vater mich morgens am Frühstückstisch mit „Cup of Tea“. Dann muss ich alles stehen und liegen lassen, um ihm eine Tasse Tee zu machen (bloß nicht mit zu wenig Milch)! Außerdem darf ich meine Gasteltern und andere ältere Mitmenschen nicht mit „Hallo“ begrüßen, sondern muss immer „Guten Tag“  sagen…

Auch die Beziehungen sind hier etwas komplizierter. Meine Gastschwester muss immer sagen, sie gehe zu ihren Freundinnen, wenn sie ihren Freund besucht und darf diesen auch nicht mit nach Hause bringen, da sie ihn noch nicht heiraten will. Nun hat sie aber schon ein Baby von ihm bekommen und ich habe ihn trotzdem noch nie gesehen. Meine Gastmutter soll zwei Wochen lang nicht mit ihr geredet haben, als sie von der Schwangerschaft erfuhr, denn vor der Hochzeit ist das sehr unüblich in der Tswana-Kultur.   Die Eltern des Freundes mussten sich sogar bei ihren Eltern für die „Beschädigung“ ihrer Tochter entschuldigen und meine Gasteltern hätten eine Menge „Schmerzensgeld“ verlangen können. Ja, das läuft hier alles noch etwas anders…

Mein Highlight des Tages war, als ich todesmutig eine dicke Spinne mit meinem Schuh erschlagen habe. Komischerweise ist es die erste, die ich überhaupt hier gesehen habe. Sonst waren da immer nur Minispinnen, die sogar gegen die Riesenameisen hier klein wirken und vor denen ich NATÜRLICH auch keine Angst habe Leider kommt jetzt die Moskitozeit und ich muss wahrscheinlich bald mein Moskitonetz aufhängen um nicht total zerstochen zu werden.

Liebe Grüße,

Constanze

 
9.11.12 18:46
 


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