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Hallo liebe Leser,

So langsam gewöhne ich mich hier an das Leben in Südafrika und bin auch schon ein richtiger Taxiprofi

Letzten Samstag habe ich endlich meine Schwarzwälderkirschtorte gemacht! Dafür, dass ich keine Waage hatte und alles abschätzen musste, ist sie eigentlich echt gut geworden. Ich musste bloß meine Gastfamilie davon überzeugen, dass man die sauer gewordene Sahne besser nicht mehr verwenden sollte. Total vom Backfieber angesteckt hat meine Gastnichte Agatha dann noch ein paar Muffins aus der Fertigbackmischung in den Ofen geschoben J

Am Sonntag war ich mal mit ein paar Freunden im Kino und wir haben für das Popcorn mehr als das doppelte bezahlt als für den Eintritt. Der Film hat ca. einen Euro gekostet und dementsprechend verschwommen war das Bild auch auf der Leinwand. Wir hatten trotzdem viel Spaß, denn es gibt dort kein süßes Popcorn, sondern man würzt sich das mit verschiedenen „Toppings“. Ich glaube wir hatten Salz, Essig, Knoblauch und Sour Creme, aber ich bin mir nicht mehr sicher :D

Danach sind wir noch ein bisschen in Sunnyside herumgelaufen und ein Freiwilliger, der schon länger da ist, konnte uns ein paar Dinge zeigen, ohne dass wir uns verlaufen haben.

Bei der Arbeit übernehme ich jetzt viele administrative Aufgaben. Letzten Freitag haben wir die zukünftigen Grundschulkinder verabschiedet, was bei 105 Kindern eine ganze Menge Arbeit und Organisation erfordert (Organisation in Afrika-kann ja nur schiefgehen?!). Zum Glück ist alles ganz gut gelaufen und wir hatten für jeden ein Zertifikat und ein Päckchen mit Stiften, einer Schere und einem Lineal (alle 105 von mir gepackt! J). Der einzige Makel an der Veranstaltung war ein kurzer Stromausfall auf Grund eines heftigen Gewitters.

Am Freitag sind wir dann mit 220 Vorschülern in ein Freibad gefahren. Angesichts der Tatsache, dass niemand schwimmen konnte, fand ich diesen Ausflug durchaus mutig. Aber sogar die Lehrer sind im Babybecken „schwimmen“ gewesen und die meisten hatten noch nicht einmal Badesachen, sondern sind mit Sportbekleidung ins Wasser gegangen. Das Gute war, dass ich deshalb das Schwimmerbecken ganz für mich alleine hatte J

Zum Glück hat es an diesem Tag nicht geregnet, aber ich habe trotz leicht bewölktem Himmel einen Sonnenbrand bekommen, denn die UV-Strahlung ist hier schon sehr stark. Auch wenn ich nur kurz in der Sonne bin, werde ich gleich rot (und das liegt nicht nur an meiner Haut!). Da ich eigentlich jeden Tag draußen bin, habe ich auch schon eine schöne Bräune

Zu Mittag gab es für die Lehrer und meine Gastfamilie, die diesen Tag als Familienurlaub betrachtet hat, Gegrilltes mit Pap und Shakalaka (also alles wie immer) und für die Kinder Happy Meals. Leider hat McDonald’s zu wenige geliefert, sodass einige Kinder bis um 3 Uhr auf ihr Essen warten mussten.

Während des Tages musste ich viele Fotos mit schwarzen Kindern machen. Ich habe schon oft gehört, dass Fotos mit Weißen hier sehr begehrt sind, doch irgendwie war es trotzdem seltsam. Am Samstag hat sogar ein schwarzer Taxieinweiser meine Hand geschüttelt und meinte dann, jetzt würde er im Lotto gewinnen.

Wieder in der Schule sollten die Vorschüler dann um 17 Uhr abgeholt werden. Da um 19 Uhr immer noch Kinder Im Foyer saßen, begann Lesego, die Eltern anzurufen und über ihre vernachlässigten Pflichten zu informieren. Die Eltern eines Jungen konnte sie jedoch nicht erreichen. Daher wurde bei dem Mann, der ihn gewöhnlich mitnimmt, erfragt, wo der Junge wohnt, sodass er nach Hause gebracht werden konnte. Leider weiß ich nicht, wie die ganze Sache ausgegangen ist, aber ich hoffe alles ist nach Plan verlaufen, denn der Junge war sehr müde und hungrig. Zudem muss er sich wohl ziemlich vernachlässigt gefühlt haben!

Diesen Samstag waren wir dann schon wieder im Kino (bei Regenwetter kann man einfach nicht viel mehr machen). Wir hatten superviel Spaß, den Menschen zuzusehen, wie sie begeistert aufgesprungen sind und geklatscht haben, wenn die „Guten“ einen Sieg errungen haben.

Auf dem Rückweg zum Taxistand haben wir dann noch ein Wettrennen zwischen einem LKW-Zug und zwei Polizeiwagen erleben können. Der LKW-Fahrer hat wie wild gehupt um sich einen Weg durch den Verkehr zu bahnen und die Polizeiwagen haben versucht, ihm den Weg zu versperren. Wer auch immer versucht, mit einem LKW-Zug zu fliehen muss schon sehr verzweifelt sein…

 Liebe Grüße,

Constanze


26.11.12 16:39
 


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